Vorsehungsschwestern Münster


Lebenshaltungen von Eduard Michelis
(die uns heute auch was zu sagen haben)

Lebenshaltung



 

"Was er verteidigte, war Recht und Gerechtigkeit."

  • "So bald ich fühle, dass man mir nicht Recht geben will, wo ich glaube, Recht zu haben, da wallt meine Natur über. Ach, so oft habe ich es bereut, und doch kehrt es so oft wieder." (24.6.1845)
  • Als er die Möglichkeit hatte aus dem Gefängnis entlassen zu werden, konnte er durch nichts dazu bewegt werden, eine Amnestie anzunehmen, weil er darin ein Eingeständnis seiner eigenen Schuld und vor allem der der Kirche sah.
  • "Er wollte seine Freilassung nicht als ein Gnadengeschenk entgegennehmen, sondern als sein gutes Recht."
  • Auf eine Anklage gegen ihn reagierte er wie folgt: "Wie das Urteil dieses Gerichtes ausfallen wird, weiß ich noch nicht. Aber in dem Falle, dass es gegen mich ausfallen sollte, würde ich kein Wort und keine Silbe von dem, was ich geschrieben habe, zurücknehmen; denn ich bin mir bewusst, aus Pflichtgefühl für Wahrheit und Recht und für die Sache meiner Religion das Wort geführt zu haben, und in solchen Dingen bin ich nicht gewohnt zu fürchten, es mag daraus folgen was will."
  • Und nochmals bekräftigt er seine Aussage an einer anderen Stelle: "Notgedrungen bin ich aufgetreten als Verteidiger meiner Religion, als Verteidiger meines Bischofs, als Verteidiger meiner Mitbrüder, als mein eigener Verteidiger...wenigstens soll man erfahren, dass man es nicht mit Feiglingen  und Schwächlingen zu tun hat."

Solidarität mit den Armen und Kleinen.

  • Eduard Michelis fasste besonders die Jugend ins Auge, und zwar die armen Kinder, die körperlich und geistig Vernachlässigten; besonders der Not der verarmten Waisenkinder und der fürsorgebedürftigen Kinder der Stadt Münster und Umgebung. Für verwaiste Kinder aus dem Bürgerstande war seit langem Hilfe geschaffen worden. Für die ganz mittellosen Waisen fehlte das.
    Dies alles bewog Eduard Michelis zu dem Entschluß, selbst einen Orden zu gründen.

"Zusammenwirken gibt eine unbezwingliche Kraft"

  • Wie wichtig für Ihn die Gemeinschaft war erklärt er: "Vereinzelt schwankt der Mensch so leicht wie ein Rohr im Wind, mit vielen vereinigt, teilt sich die Kraft der Gesamtheit jedem einzelnen mit. Dieses Zusammenwirken gibt auch der Kirche eine unbezwingliche Kraft."
  • Nur eine Gemeinschaft von Ordensschwestern könne die Aufgabe der Erziehung und Bildung und die Zusammenarbeit in einem Kuratorium die Entwicklung und den Bestand des Waisenhauses gewährleisten.
  • In all seinen Bemühungen ging es Eduard Michelis um die Bündelung der Kräfte

"Ich weiß, dass ich nichts gesucht habe, als Ihn und seine Kirche."

  • "Nur für Gott, für Jesus Christus! O, Jesus, Dir will ich ganz gehören und Dich ganz und wahrhaft lieben. Bisher war meine Liebe immer noch zu zerstreut, nicht stark, nicht rein genug. Aber welche wahre Liebe wäre ohne Opferfreudigkeit."
  • "In diesen Tagen ist mir das Leiden wieder nahe gerückt, und allerlei Beschwerden haben mich umgeben; am allerschwersten aber lastet auf mir der Druck, den die Kirche leidet. Herr, warum lässest Du die, die Du liebst, so bedrängt werden? Siehe, auch ich habe sie lieb, darum lege nur einen Teil ihrer Leiden auf mich und lass es ihr leichter werden."
  • "Lass mich wahrhaft wünschen, für die Kirche zu wirken und zu leiden, und lass mich in nichts mehr suchen mich selbst und meinen Vorteil."
  • "Jeder Katholische Christen ist ein Missionar."

"Die Welt braucht uns ganz".

  • "Die Schwestern sollen als die wichtigste ihrer Religionsübungen das Arbeiten für Gottes Ehre und für das Wohl der Nebenmenschen betrachten."
  • "Die Schwestern sind nicht nur für die paar Kinder des Mauritz-Waisenhauses da, sie sollen weit hinausgehen, um  überall zu suchen was verloren war, sie sollen eine Art Mission bilden."
 
 
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